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Funkwerk langfristig kaufen 21.11.2000
Onstock Weekly
Der Börsenneuling Funkwerk (WKN 575314) kam zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt an den Neuen Markt, berichten die Analysten vom Börsenbrief „Onstock Weekly“.
Obwohl der Ausgabepreis mit 20 Euro bereits nahe am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne gelegen habe, hätten ein paar schlechte Börsentage infolge genügt, um den Aktienkurs auf ein neues Alltime-Low unter 20 Euro sinken zu lassen. Daraufhin hätten sich auch gleich die ersten Kritiker zu Wort gemeldet, welche Funkwerk aufgrund der Konkurrenz durch Big Player wie Ericsson und Siemens eine ungewisse Zukunft voraussagen würden.
Der Name Funkwerk komme nicht von ungefähr. Funkwerk sei in dem sogenannten Markt für „professionellen Mobilfunk“ tätig-und dies obendrein schon seit einiger Zeit auf profitable Art und Weise. Der umsatzstärkste Bereich Funkwerks sei der Schienenverkehr. Dies komme nicht von ungefähr durch den Großkunden namens Deutsche Bahn AG. Professioneller Mobilfunk werde nämlich in absehbarer Zukunft eine wichtige Rolle im internationalen Schienenverkehr spielen. So lasse sich auf diese Art der Bahnverkehr sehr präzise steuern und größere Zugunglücke durch menschliches Versagen könnten minimiert werden.
Aus diesem Grund hätten sich mittlerweile schon 32 Staaten zusammengeschlossen und auf den GSM-R Standard zur mobilen Kommunikation geeinigt. Spätestens im Jahre 2009 solle dieser Standard in Kraft treten. Dies bedeute wiederum, dass in den nächsten Jahren ein hoher Bedarf an der Umrüstung von Schienenfahrzeugen bestehe. Funkwerk habe sich unlängst bereits frühzeitig ein beachtliches Stück von diesem Kuchens reservieren können. So habe das Unternehmen bekannt gegeben, dass man einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Bahn abgeschlossen habe. Das Gesamtvolumen dieses Vertrages belaufe sich auf 180 Millionen Euro, die Vertragslaufzeit betrage sieben Jahre. In diesem Zeitraum sollten die Loks der Deutschen Bahn auf den GSM-R Standard umgestellt werden.
Der zweite Tätigkeitsbereich liege in der Automobilindustrie. Hier würden namhafte Hersteller wie Audi oder BMW eine von Funkwerk patentierte Technologie namens "Compenser" verwenden, welche dazu diene, Funklöcher durch eine Verstärkung der Funkleistung zu überbrücken. Phantasie berge die vom Unternehmen geplante internationale Expansion in sich. Da der oben angesprochene GSM-R Standard noch ganz am Anfang seiner Entwicklung stehe, würden sich durch die guten Kontakte des Managements in den Bereichen Schienenverkehr und Logistik zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten anbieten. Zudem wolle man in die Bereiche Flughäfen und Schifffahrt einsteigen.
Gerade in einer Zeit, wo rasantes Wachstum nicht mehr ausreiche um die Anleger zu begeistern, gewinne auch die finanzielle Situation eines Unternehmens an Bedeutung. In diesem Bereich brauche sich Funkwerk jedoch überhaupt nicht zu verstecken. Das Unternehmen sei bereits seit Jahren profitabel und habe im vergangenen Jahr einen Umsatz von 26,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Für das laufende Jahr werde laut unternehmenseigenen Angaben ein Umsatz von 37,1 Millionen Euro erwartet, für 2002 rechne Funkwerk mit einem Umsatz von 62,7 Millionen Euro. Dies entspreche einer Umsatzsteigerung von 40% für 2000, in den folgenden Jahren solle der Umsatz mit 30% p.a. steigen. Die Nettorendite solle bei 10% liegen.
Eine immense Steigerung erwarte Funkwerk beim Ergebnis. Von 3,8 Millionen Euro im laufenden Jahr solle das Ergebnis nach Steuern bis zum Jahre 2002 auf 8,5 Millionen Euro steigen. Der Emissionserlös von 45 Millionen Euro solle zu 60% in das organische Wachstum Funkwerks einfließen. Knapp 35% der Mittel würden für internationale Akquisitionen sowie strategische Kooperationen und Joint Ventures verwendet werden sollen. Die restlichen 5% würden der Marketingabteilung Funkwerks zugute kommen.
Funkwerk bewege sich in einem Markt mit mächtigen Konkurrenten, dennoch sollte gerade in dem jetzt neu entstehenden Markt der Funktechnologien für den Schienenverkehr noch einiges für Funkwerk zu holen sein, nicht zuletzt aufgrund der ausgezeichneten Kontakte des Managements. Ein weiterer Pluspunkt sei die recht hohe Prognosesicherheit aufgrund des Exklusivvertrages mit der Deutschen Bahn und den Erstausrüsterverträgen mit deutschen Automobilproduzenten. Aufgrund der angespannten Börsensituation würden die Analysten es für wahrscheinlich halten, dass Funkwerk noch einmal Kurse von 15 bis 16 Euro erreichen werde. Bei 15 Euro würde sich ein moderates KGV für 2002 von 15 errechnen. Bei diesen Kursen sollten langfristig orientierte Anleger zuschlagen. Auf Jahressicht würden die Analysten Kurse um 25-30 Euro für gerechtfertigt erachten.
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